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Impressionen "Slave to the drum"
Show mit Stargast SANDRA (San Francisco/USA)
Sa 21. November 2009 | ITF Frankfurt
Von Hamburg bis aus der Schweiz reisten die Besucher für unsere Show "Slave to the Drum!" am 21.11.09 an - und sie wurden nicht enttäuscht! Die Zuschauer erlebten ein Programm der Extraklasse: Für die Puristen gab es viel Raks Sharki (darunter einige absolute Klassiker) und natürlich auch eine Prise Baladi. Daneben aber auch phantasie- und effektvolle Fusionen wie Isis-Wings und Tango-Oriental und natürlich zeitgenössischer Oriental-Tanz mit großer Hingabe und Ausdruckskraft.
Ergänzt wurde das Programm durch die jomdance® students company und natürlich unseren Gaststar SANDRA aus San Francisco, die mit ihrem eleganten, ausdrucksstarken Tanzstil und ihren temperamentvollen Trommelsoli das Publikum restlos überzeugte!
Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team des ITF und vor allem an Tine & Alexander, die in Sachen Licht & Ton ein wunderbares Händchen bewiesen!
Für Großansicht & Infos einfach auf die Bilder klicken
Alle Fotos von Matthias Kotsch
  Nashyra Mona Christiane Eliana
  Ghejaria Ghejaria Shalymar el Amar Djamila
 
NatalieSandra (San Francisco) Sandra (San Francisco)
  jomdance students company jomdance students company
 
Naima
Said el Amir
Eliana
Inci
 
Inci
Nashyra
Nashyra
Shalymar el Amar
  Karima Karima Ghejaria Ghejaria
  Said el Amir & Djamila Said el Amir & Djamila Sandra (San Francisco) Sandra (San Francisco)

Orientalische Tanzshow "Slave to the Drum"
am 21.11.2009 in Frankfurt/M.

von Sebastian Krüger

Nach langer Tanzshowabstinenz (ganze 4 Monate war die letzte Show bereits her!) ging es am 21.11.2009 für meine Begleitung und mich zur letzten großen Orientalischen Tanzshow des Jahres ins Internationale Theater nach Frankfurt/M. Nach einer etwas komplizierten, aber dennoch zügigen Anfahrt wurde man schließlich von der wie immer einladenden und freundlichen Atmosphäre des ITF begrüßt.

Die Show begann mit einigen einleitenden Worten der Veranstalterin Djamila und fand diesmal in zwei Blöcken ganz ohne Zwischenmoderation statt, was dem Ganzen einen flüssigen und gut ineinander übergehenden Verlauf verlieh - auch wenn ich das ein oder andere Mal Probleme hatte, die einzelnen Acts in der Dunkelheit des Zuschauerraums im Programmheft zu finden. Zu sehen waren viele interessante Darbietungen in unterschiedlichen Tanzstilen und Fusions, die von den Tänzerinnen Nashyra, Mona, Christiane, Eliana, Ghejaria, Shalymar el Amar, Djamila, Natalie, Naima, Inci, Karima, sowie dem Tänzer Said el Amir und der jomdance® students company, und natürlich dem Stargast SANDRA aus San Francisco (USA) präsentiert wurden.

Nashyra eröffente den Abend mit "Mystic Wings" und einer faszinierenden Choreographie, die einerseits sehr lebhaft war, aber auch nicht zuletzt durch die Musik zum Träumen einlud. Im zweiten Showteil präsentierte sie uns "Argentina meets Orient"; eine mitreißende und temperamentvolle Fusion aus argentinischem Tango und Elementen des Orientalischen Tanzes, die das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.

Mona präsentierte mit "Redas Flower" einen klassischen Orientalischen Tanz. Ihr wunderschönes, rotes Kostüm und ihre charismatische Art zu tanzen machten ihren Auftritt zu meinem persönlichen ersten Highlight des Abends.

Eine orientalisierte Variante des klassischen Musikstückes Adagio von Albinoni hatte Christiane für ihre zeitgenössische Interpretation des Orientaltanzes ausgesucht. Eine sehr emotionale und einzigartige Präsentation - auch wenn man als Zuschauer einen Augenblick brauchte, um sich in die Stimmung der Darbietung hineinzuversetzen.

"Escape from Cairo" war der Titel von Elianas Raks Sharki. Nicht nur durch ihr hinreißendes Kostüm und ihre sinnliche Darbietung war dieser Tanz für mich das zweite Highlight des Abends. Im zweiten Teil überzeugte sie mit einer getanzten Geschichte unter dem Titel "Nightmare Impressions", die stilistisch am ehesten als Fusion aus jomdance® und Tribal einzuordnen wäre. Eine gekonnte tänzerische Darstellung eines Menschen der von Albträumen heimgesucht wird.

Ghejaria präsentierte zunächst mit "The Human Game" ihr Prüfungsstück zur jomdance®-Bühnentänzerin. Ihr Tanz, der sich mit den Themen Tod, Erinnerung und die Seele eines geliebten Menschen befasste, berührte die Zuschauer auf eindrucksvolle Art und Weise. Ganz anders hingegen Ghejarias Baladi im zweiten Teil: sinnlich, weiblich, kokett und kraftvoll. Ein Tanz, der keine Wünsche offen ließ!

Shalymar el Amar ist immer wieder ein gern gesehener Gast auf Djamilas Tanzshows. Während sie zunächst einen Baladi nach einer Choreographie von Enussah zeigte, war sie im zweiten Teil mit einem klassischen Orientalischen Tanz zu dem Klassiker "Akdib Aleik" zu bewundern. Shalymars Darbietungen faszinieren immer wieder durch ihren einzigartigen und eleganten Tanzstil - einfach wunderschön anzuschauen und immer einen Besuch wert!

Djamila begeisterte wieder einmal mehr mit ihrem unvergleichlichen Tanzstil und einer Darbietung, die unter dem Thema "Kandahar - Eine leidenschaftliche Liebe zwischen unbekümmerter Leichtigkeit, Zweifel und Hingabe" stand. Eine wahrhaft emotionale Performance in einem wunderschönen Kostüm.

Mit einer außergewöhnlichen Interpretation des Klassikers "Alf leila wa leila" überzeugte Natalie mit klassisch Orientalischen Tanz und einer gekonnten und herausragenden Choreographie.

Die jomdance® students company, bestehend aus den Solokünstlerinnen des Abends, bot eine wahrhaft beeindruckende Gruppenchoreographie von Said el Amir dar. Man hatte fast Angst, die Bühne könne zu klein sein für die vielen Tänzerinnen in den unterschiedlichsten Gruppenformationen und Bildern. Die pure Lust und der große Spaß der Akteurinnen am gemeinsamen tanzen war mehr als erkennbar und machte Lust auf mehr!

Den zweiten Showblock eröffnete dann Naima mit "Raks Mimi". Ihre Darbietung sprühte vor Eleganz und Gefühl, und zeigt all' die Eigenschaften auf, die den klassischen Orientalischen Tanz für mich so faszinierend machen.

Said el Amir begeisterte einmal mehr mit einem emotionalen, aber temporeichen Tanz, der unter dem Titel "Andalousien Waltz" stand. "Wenn Orient und Okzident sich lieben, kann es geschehen !" war dazu im Programmheft nachzulesen. Was in der Realität unter aktuellen, politischen Gesichtspunkten so schwierig zu sein scheint, gelang Said in der tänzerischen Umsetzung mit beeindruckender Leichtigkeit und Ausdruckskraft.

Mit "Princess of Kairo" hatte Inci ein Stück im klassischen, orientalischen Stil gewählt und zeigte dazu eine heitere und schwungvolle Choreographie, die aufgrund ihrer Leichtigkeit nicht nur das Fachpublikum überzeugte.

Ein außergewöhnliches Thema hatte Karima für ihren modern-orientalischen Tanz gewählt: "The bored Dancer". Der Name war Programm - ein echter Hingucker und extrem genial umgesetzt.

Als vorletzter Programmpunkt dann
Djamila und Said el Amir, diesmal als Duo vereint. Sie zeigten eine gemeinsam erarbeitet Choreographie, die der Musik von Mario Kirlis gewidmet war. Ein "Potpourri", dass für mich eine schöne Fusion von "maskulinem und femininem Orientalischen Tanz" darstellte!

Last but not least natürlich SANDRA, der Stargast des Abends aus San Francisco (USA). Sie zeigte zunächst einen Raks Sharki mit Trommelsolo in ihrem typischen Stil, den sie selbst als "American Cabaret" bezeichnet. Als Abschluss der Show tanzte sie zum Klassiker "Leilet Hob". Zu meiner Schande muß ich als bekennender "Bauchtanzfan" gestehen, dass mir Sandra noch nicht wirklich bekannt war, und ich muß sagen, dass ich damit definitiv bisher etwas verpasst hatte. Ihre mitreißende Art zu tanzen, sowie ihrer Ausstrahlung und ihr elegantes Auftreten machten sie zum absoluten Highlight des Abends, und für mich persönlich zum dritten Highlight des Abends.

Summa summarum ist es nicht übertrieben, wenn ich diese Show wieder einmal als perfekt und einzigartig bezeichne. Kritikpunkte konnte ich keine finden; und vor allem die Nähe zu den Akteuren aufgrund des kleineren Theaters fand ich persönlich sehr angenehm, so dass man den "Stars" ein wenig näher war.
Also, ein gelungener Jahresabschluss mit vielen tollen Shows… ich hoffe es geht nächstes Jahr so weiter!

Sebastian Krüger

 

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